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Wenn die Nachbarn früher jubeln

Wer auch immer hier von den Nachbarn 20 – 30 secs. früher über Tore jubelt oder sonstwie auf Szenen bei der Fußball-Europameisterschaft reagiert: Gratulation, Ihr habt eine schnellere Connection zum TV. Wir hier empfangen ARD und ZDF über Waipu und Internet und da hinken wir den TV-Direktempfängern ziemlich hinterher.

Auch heute bei Belgien – Portugal jubelt plötzlich eine ganze Familie im Chor und wir bekommen den Grund, das 1:0 für Belgien, erst kurz darauf serviert. Was ich mich vor allem dabei frage, wer das wohl war, denn das hier im Haus Belgien-Fans wohnen oder welche, die Portugal nicht mögen, war mir nicht bekannt .

Fest steht: Bei Deutschland – England bleibt das Fenster zum Innenhof zu 😉

Gute Unterhaltung

So, das alte Jahr ist vorüber, Zeit für meine persönliche Bestenliste des Jahres. Naturgemäß gab es vor allem bei den Serien und Filmen ein großes Gedrängel, verursacht durch den Lockdown und viel Zeit zuhause, konnte ich viel Gutes konsumieren. Lustig ein bisserl, dass sich mit „The Call“ ein südkoreanischer Film in den Top 5 befindet, aber nicht „Parasite“. Ich fand ihn aber so spannend und gut gemacht, dass er das verdient hat, dort aufzutauchen.

Schwierig bei der Musik: Der Synthwave Track von Kalax ist knapp vor Fatum gelandet, eigentlich finde ich beide Songs aber fast gleich gut.

TV-Serien:

1. Expanse, 5. Staffel (Prime)

2. Upload, 1. Staffel (Prime)

3. The Queen’s Gambit (Netflix)

4. Tales from the Loop (Prime)

5. Dark, 3. Staffel (Netflix)

Filme:

1. Tenet (Blu Ray)

2. The Vast of Night (Prime)

3. The Call (Netflix)

4. The old Guard (Netflix)

5. Captain Phillips (Netflix)

Musikstücke:

1. Kalax „Overcome“

2. Fatum „All in“

3. Trance Wax „Calling for you“

4. Sunny Lax „Mother“

5. Keep Shelly in Athens „Horizon’s Glow“

Alben:

1. Ferr „As above so below“

2. Trance Wax „Trance Wax“

3. Marsh „Lalonie“

Mein Tune des Jahres

Profi-Tv

Es besteht kein Zweifel: Deutsche Tv-Serien werden so langsam immer professioneller – so lange sie bei Streaming-Diensten produziert und angeboten werden. Ob das am Budget liegt oder wegen Unterstützung durch amerikanisches Knowhow geschieht weiß ich nicht. In letzter Zeit gab es aber doch gute Beispiele. Meine Meinung dazu ist bisher aber konträr zur allgemeinen Kritikerreaktion.

Nein, ich fand „Dark“ nicht so toll. In Momenten wie dem, wo ein greiser Herr nachts durch die Dorfstraße läuft und etwas a la „Sie sind wieder da!“ ruft ist eher wieder das bei Deutschen Produktionen übliche Fremdschämen angesagt. Aber Respekt für die Idee und die Story. Endlich mal nicht schon wieder eine neue Krimiserie.

Bei „You are wanted“ (Amazon), dass gemischte Reaktionen hervorrief, sehe ich das Ganze wesentlich positiver. Sieht man von gelegentlichen Fauxpas ab – ja, wir Berliner wissen, dass das gezeigte Velodrom und die Gebrüder-Grimm Bibliothek keine US-intelligence Einrichtungen sind – ist die Serie sehr spannend, gut geschrieben, Kamera und Musik stimmen auch.

So gibt es dank der Streamingdienste Hoffnung, dass auch weiterhin hierzulande produzierte Serien qualitativ in Ordnung sind und weltweit gesehen werden.

Update: Meinungsänderung – nach nochmaligen Sehen der ersten beiden Staffeln von Dark wird einem so manches klarer, die Show ist „besser“ zu sehen und macht auch noch in der dritten Staffel Spaß. Gut geschrieben.

Tropes

Als ich gestern eine neue Serie „Ghost Wars“ auf Netflix sah, schrieb ich nachher in einem Forum, dass es erfreulicherweise wenig Tropes in der Serie gäbe. Anlass, einmal meine Top 3 zu verkünden. Zur Erklärung: Tropes sind Storyelemente, die oft im jeweiligen Genre wiederverwendet werden – und damit leider oft langweilen bzw. zeigen, dass die jeweiligen Drehbuchautoren keine originellere Ideen hatten.

Da wäre also – oft in Romcoms zu sehen – Person A die Person B liebt, Person B weiß das nicht, bekommt einen Job im Ausland und genau bevor sie abfliegt hetzt Person A zum Flughafen und kann Person B für sich gewinnen.

Oder im Krimi / Thriller: Person A besucht Person B und weiß nicht, dass Person B gefährlich ist. Person C will Person A warnen, aber der geht nicht an das Telefon ran.

Und wo ich bei Krimis bin: Der so intensiv mit dem Fall beschäftigte Kommissar, der seine Familie vernachlässigt, sie aber dann vor dem Verbrecher rettet und alles wird gut – das habe ich auch oft gesehen.