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Wenn die Nachbarn früher jubeln

Wer auch immer hier von den Nachbarn 20 – 30 secs. früher über Tore jubelt oder sonstwie auf Szenen bei der Fußball-Europameisterschaft reagiert: Gratulation, Ihr habt eine schnellere Connection zum TV. Wir hier empfangen ARD und ZDF über Waipu und Internet und da hinken wir den TV-Direktempfängern ziemlich hinterher.

Auch heute bei Belgien – Portugal jubelt plötzlich eine ganze Familie im Chor und wir bekommen den Grund, das 1:0 für Belgien, erst kurz darauf serviert. Was ich mich vor allem dabei frage, wer das wohl war, denn das hier im Haus Belgien-Fans wohnen oder welche, die Portugal nicht mögen, war mir nicht bekannt .

Fest steht: Bei Deutschland – England bleibt das Fenster zum Innenhof zu 😉

Sternenmusik

Die Londoner Band Solomon Grey tritt normalerweise an Orten wie der Royal Albert Hall und der Elbphilharmonie auf.  Für ein ungewöhnliches Konzert entschlossen sie sich jedoch für einen völlig anderen Ort: Das Zeiss-Großplanetarium in Prenzlauer Berg. Etwas, was auch für sie Neuland war.

Ihre Musik – ein Querschnitt aus Klassik, Filmmusik, elektronischen Balladen und Popmusik – passte bei dem gut besuchten Konzert wunderbar zu dem visuellen Spektakel, das sich über den Köpfen der Besucher*innen abspielte. Auch die Bandmitglieder konnten offensichtlich nicht anders,  Tom Kingston schielte während des Bedienens der verschiedenen elektronischen Instrumente gelegentlich nach oben.

Sicherlich, es war teilweise etwas schwierig, Performance und Visuelles miteinander zu vereinen. Die Animationen an der Kuppel lagen im Zentrum der Aufmerksamkeit, die Band zu verfolgen, wie sie spielt, war schwierig, zumal sie eh im Dunkeln stand und man sich fragte, wie sie denn die richtigen Tasten finden können. Alles im Allen war das Konzert aber eine richtig schöne und gelungene Veranstaltung, die von netten Gesprächen der Bandmitglieder mit den Besucher*innen nach dem Konzert abgeschlossen wurde.

Brit-Rock

Beim ausverkauften Konzert am heutigen Abend im Frannz Club, Prenzlauer Berg, gab es gleich zwei tolle Bands aus Großbritannien zu sehen: die Newcomer „Victories at Sea“ und die leider immer noch zu wenig bekannten, unterbewerteten „The Boxer Rebellion“.

Ich hatte letztere schon vor Jahren live gesehen und war froh, dass in Gegensatz zu damals der Frannz Club nun ausverkauft war, was eine deutlich bessere Stimmung verursachte. Apropos Stimmung: Ich habe selten eine so gute Stimmung und so viel Applaus bei einer Vorband gesehen wie bei Victories of Sea, die zum ersten Mal Konzerte in Deutschland geben.

The Boxer Rebellion hat seinen Stil beim demnächst erscheinenden Album etwas geändert, weniger elektronisch, mehr akustische Töne. Auch diese, neuen Songs kamen beim Publikum an, sodass das ganze Event richtig gut war.

Musik unterm Sternenzelt

Die Londoner Band „Solomon Grey“ erfreut sich seit einiger wachsender Beliebtheit. Spotify hat sie mir schon mehrfach empfohlen und nach intensiven Studium unter anderem ihres neuen Albums „Human Music“ bin ich begeistert. Ihre Musik stellt einen einzigartigen Mix aus Instrumentaler / orchestraler Ambientmusik und schönen, gesungenen Balladen dar, die ein bisschen an Bon Iver erinnern.

Umso erfreulicher, als ich feststellte, dass Solomon Grey demnächst ein Konzert in Berlin haben – und das unter dem Sternenhimmel im Planetarium.