Wenn ich Bekannten und Freunden vom bevorstehenden Auftritt von Schauspieler Bill Murray in der Berliner Philharmonie berichtete, gab es ein großes Rätselraten, was dieser denn dort machen würde. Zumal mit ihm der geniale Cellist Jan Vogler und „Freunde“ auftreten sollten. Und man konnte sich kaum vorstellen, dass Bill Murray singen / gut singen wird. Ich gebe zu, die kurze Karaoke-Darbietung im Film „Lost in Translation“ gab keinen Anlass zur großen Hoffnung, aber dort sollte er wohl extra so singen.
Was wurde also geboten? Bill Murray, gut gelaunt und locker, sang sehr gut, rezitierte Werke großer amerikanischer Schriftsteller, tanzte und präsentierte sich zwischendurch auch als der tolle Komödiant, als den man ihn kennt. Dabei sei betont, dass ein weiteres Highlight dieses abwechslungsreichen Programms die tolle Darbietung sämtlicher Musiker*innen war. Klassik, Blues, Pop – sie hatten alles so richtig gut drauf.
So war am Ende die Standing Ovation nur konsequent und die vielen Zugaben ein Geschenk an das Publikum.