Gut, Hertha hat nun auch die ersten Punkte geholt. Als passionierter Anhänger dieses Vereins braucht man eine gewisse Leidensfähigkeit und freut sich wie ein Schneekönig, wenn ein Aufsteiger wie Bochum mit Ach und Krach besiegt wird. Auch wenn ich mir Sky und Dazn leiste, ein Besuch der Heimspiele von Hertha ist mir ehrlich gesagt in Pandemie-Zeiten und aufgrund anhaltender Erfolgslosigkeit noch zu viel des Guten.
Da finde ich momentan einen Verein, der ganz in der Nähe spielt interessanter für einen Besuch: Viktoria Berlin ist vor kurzem in die dritte Liga aufgestiegen und steht hier nun an der Tabellenspitze. Die Zuschauerzahl liegt bei 1.500 – 3.000 Zuschauern, ein Kuddelmuddel im ÖPNV ergibt sich dadurch wohl nicht und man könnte auch bei schönem Wetter mit dem Fahrrad hin – oder gar zu Fuß hingehen. Die Eintrittspreise sind recht ok und zusätzlich gibt es mit Magdeburg, Osnabrück, Braunschweig, Kaiserslautern, Duisburg und Saarbrücken recht bekannte Vereine in der Liga. Also – es spricht Einiges dafür, mir mal ein Spiel anzuschauen.
Noch interessanter könnte es übrigens werden, wenn auch noch in die Zweite Bundesliga aufgestiegen wird und Teams wie Schalke, Bremen, der HSV oder Nürnberg mit ihren vielen Fans Prenzlauer Berg erobern. Das könnte Parkplatzprobleme verursachen. Der Verein hat zwar angekündigt, dass das der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark dann zu klein wäre und man umziehen werde. Es fragt sich nur wohin – viele Möglichkeiten in Berlin gibt es nicht.
