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Parallelen

Auf den ersten Blick scheinen die beiden Filme, die ich am heutigen Schlusstag der Berlinale gesehen habe, nicht viel gemeinsam zu haben – auf den zweiten sehr wohl.

Da haben wir zum einen eine US-amerikanische Dokumentation „Your Sisterhood“. Die Regisseurin Irene Lusztig lässt Personen hauptsächlich unveröffentlichte Leserbriefe der feministischen Zeitschrift „Ms.“ aus den siebziger Jahren vorlesen. Interessant: Was hat sich an den Missständen und Problemen von Frauen in der Gesellschaft bis heute verändert, wie ist die Meinung der vortragenden Frauen (zumeist nicht die ursprünglichen Verfasserinnen) dazu?

Der britische Film „The Bookshop“ – auch hier mit Isabel Coixet eine Regisseurin – zeigt uns eine Frau, die einen Buchladen eröffnet und die gegen die gesellschaftliche Ordnung eines kleinen Ortes in den fünfziger Jahren aufbegehrt. Ein zumeist sentimentaler Film, der mit exzellenten Schauspieler*innen besetzt ist.

Berlinale-Streetfood

Der Potsdamer Platz als Epizentrum der Berlinale bietet neben mehreren Kettenrestaurants und Hochpreisigem nicht viel Möglichkeiten, sich zwischen den Filmen zu stärken. Abhilfe schafft der kleine Streetfoodmarkt direkt an den Potsdamer Platz Arkaden. Streetfood wird immer beliebter und bietet oft frisch gekochtes Essen in oft neuen Kreationen, das es so nicht in Restaurants gibt.

Sehr zu empfehlen hier im Markt: „Fräulein Kimchi“ – vegetarische, koreanische Reisschüsseln mit Sojafleisch oder Tofuröllchen – und natürlich Kimchi.

Die Berlinale-Schlangen

Alljährlich tauchen sie an mehreren Orten in Berlin wieder auf – die Schlangen an den Ticketschaltern zur Berlinale. Im Kino International gab es gleich zwei und es war faszinierend zu sehen, wie unterschiedlich schnell sich beide fortbewegten. Viele nutzten die Wartezeit, um sich noch mal (oder zum ersten Mal) das Programm anzusehen, oder im Roman weiterzulesen.

Dabei bleibt dieser Montag immer noch einer der besten Gelegenheiten, sich mit Tickets zu versorgen. Es gibt unter anderem schon alle Karten für den Berlinale-Tag, den Schlusstag also, an dem Karten günstiger angeboten werden. Und für sämtliche Vorstellungen im Friedrichstadtpalast sind auch schon Tickets zu erwerben.

Berlinale-Programm erschienen

Seit heute nachmittag ist das Berlinale-Programm abrufbar. Nach Durchsicht einiger Kategorien fallen mir vor allem die vielen Dokumentationen und experimentellen Filmen auf. Beides ist ok, aber viele gut gemachte Dokumentationen gibt es auch bei Netflix zu sehen und Experimentelles kann interessant sein, wenn aber schon der Texter der Inhaltsbeschreibungen anscheinend nicht weiß, was im jeweiligen Film vor sich geht…

Den klassischen Aussenseiter-Überrascher habe ich noch nicht gefunden, am Interessantesten scheinen Produktionen aus England oder den USA zu sein.