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Zu House

Als ich letztens Spotify startete, fiel mir auf, dass meine Haupt-Playlist „Electronic Dance“ mittlerweile so lang geworden ist, dass es eine ganze Weile dauerte, bis ich beim Scrollen unten angekommen war. Ich beschloss, nun endlich ein bisschen aufzuräumen und vor allem eine neue Playlist anzulegen.

Viele Jahre war Trance mein absoluter Lieblings-Stil, wenn es um elektronische Musik ging. Im Laufe der Zeit fiel vielen Djs aber nichts Neues mehr ein und dadurch, dass elektronische Tanzmusik populärer wurde, David Guetta und Robin Schulz machten es möglich, wandten sich auch viele Künstler dieses Genres dem geldmachenden Stil zu. Man nehme die immer noch üblichen Grundelemente mit viel Pads, Euphoric Trance Stil und eine unbekannte Sängerin dazu, die ihre meist simplen Texte abliefert = fertig ist der zumindest theoretische Hit.

Zum Glück entwickelte sich aber in den letzten Jahren ein anderer Stil Richtung klassischem Trance und erfährt dadurch eine Art Frischzellenkur: Deep House oder auch Progressive House. Früher hätte man mich mit dem Wort „House“ jagen können. Da sich hier aber nun auch melodische Elemente neben sanften Pads zu angenehmen mal langsameren, mal schnellerem Beat einfinden – und das Ganze auch sehr häufig noch instrumental daherkommt – bin ich nun ein großer Fan dieser Musikrichtung geworden.

Viele Stücke sind auch etwas „dunkel“, melancholisch sozusagen, was mich dazu bewogen hat, für sie auf Spotify eine Extraliste anzulegen, „Shadowbeats“. Die Aktion hat sich schon gelohnt, denn die Liste „Electronic Music“ ist dadurch wesentlich verkürzt worden. Und beim Schaffen dieser Liste wurde mir nochmals klar, wie viele Berliner Vertreter es in diesem Genre mittlerweile schon gibt. Wie ich schon vor einiger Zeit schrieb, scheinen die Zeiten des Minimal Technos in Berlin weitgehend vorüber zu sein. Man produziert Melodisches, auch Eingängiges und vielfach entstehen interessante Remixe dazu. Ich hoffe, diese Entwicklung hält an und das Genre wird noch um viel mehr Künstler bereichert.

Prenzl-Künstler

Der Prenzlauer Berg besteht nicht nur aus gentrifizierten Wohngegenden, Cafes und Kitas sondern bietet einigen, bedeutenden Künstlern der Gegenwart ein Zuhause oder eine Stätte des Schaffens. Beispiele:

Der dänische Künstler Olafur Eliasson hat schon seit einiger Zeit sein Atelier im Pfefferberg, einer ehemaligen Brauerei, aufgeschlagen. Das Atelier bietet Kunsthistorikern, Grafikern, Filmemachern, Architekten etc. eine Möglichkeit zum Arbeiten. Außerdem werden Workshops angeboten.

Der internationale Künstler Jonathan Meese hat sich ein ehemaliges Wasserpumpwerk ausgesucht, in dem er und seine Mitarbeiter kreativ sind. Wenn man Glück hat, kann man sich seine Werkstätte bei einer der Galeriewochenenden ansehen.

Und dann ist dann noch Ai Weiwei, Chinas wohl bekanntester Dissident und Künstler, der seit einiger Zeit unweit des Bötzowviertels wohnt.