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Knödel de luxe

Eigentlich hatte ich ursprünglich mal vor, hier einige vegetarische Restaurants in Berlin vorzustellen, bei denen sich der Besuch besonders lohnt. Leider ist das Projekt eine Weile wegen der Pandemie auf Eis gelegt, da ich glaube, ein Essen in einem Restaurant sollte kein Risiko darstellen, man sollte das, was serviert wird, unbeschwert genießen können.

Ich weiß, dass viele Gastronomen unheimlich viel investieren,um ihr Restaurant sicher zu machen, aber die Pandemie-Lage verändert sich ständig und momentan ist hinsichtlich der wachsenden Infektionszahlen vor allem in Berlin erst mal Land unter angesagt.

Aber es gibt ja noch den Lieferservice und der bietet dummerweise nicht mein Lieblingsrestaurant (Feel Seoul Good) an, weil es leider etwas außerhalb des Liefergebietes liegt. Dennoch gibt es einige vegetarische Alternativen in der Nähe, also wurde zum ersten Mal das Häppies in der Dunckerstraße getestet. Das vegetarische Fusionrestaurant stellt ein Produkt ins Zentrum – den Germknödel mit verschiedensten salzigen und süßen Füllungen. Wer großen Hunger hat, bestellt sich am besten gleich zwei davon, wer die verschiedenen Sorten durchprobieren möchte, teilt sich die Klöße mit einer zweiten Person. Die Klöße kamen alle säuberlich in Pappkartons an, jeder hatte seine Farbe / Soße und dazu ein kleiner, passender Salat.

Das Ganze schmeckte hervorragend und ist etwas, was man vor allem als untalentierter Koch wie ich, selbst nicht so gut hinbekommen hätte. Empfehlenswert 🙂

Liefern lassen

Während in Berlin das Partyvolk kräftig daran arbeitet, die Zahlen der Neuinfektionen in nie geahnte Höhen zu treiben, beschränke ich mich in meinen Aktivitäten draußen im Wesentlichen auf Alltägliches wie Shopping, Pizza vom Restaurant in der Nähe abholen oder Freunde treffen, die genauso vorsichtig sind wie wir. Gerade das Shopping lässt sich aber wunderbar durch Online-Dienste auf den Kauf von leichten Dingen beschränken. Wenn ich auch sehr mobil bin, nervt das Tragen von vielen schweren und sperrigen Gegenständen wie Flaschen, Konserven und Ähnlichem.

Also wird gelegentlich über das Internet bestellt. Nachdem ich zu Anfang der Pandemie festgestellt habe, dass der REWE-Lieferservice den nächstfreien Termin irgendwann um den Jahreswechsel anbot, probierte ich getnow aus. Die Firma ist sozusagen ein externer Anbieter – bestellt wird hier, die Logistik des Einkaufs wird auch übernommen, aber die Waren werden bei Metro erworben, also einem separaten Konzern. Das hat zur Folge, dass man im Online-Shop bestellen kann, was einem so gerade gefällt, tatsächlich bekommt man aber nicht alles. Was einem geliefert wird, erfährt man erst am Tag der Lieferung selbst – eine Email trudelt ein und teilt einem neben dem, was kommt, auch gleich mit, was halt nicht mehr da war. Und das kann einiges sein – ich hatte schon Bestellungen, bei denen ca. 1/4 der Waren fehlte.

Nun kann man wahlweise bei der Bestellung angeben, dass einem Alternativprodukte geliefert werden, aber ganz ehrlich: Wenn ich einen Bohnensalat haben wollte, möchte ich eventuell ja keinen Kartoffelsalat geliefert bekommen. Was auch bei getnow zu verbessern ist: Metro hat einen Riesenangebot an Waren, was sich zum Teil nicht im Angebot von getnow widerspiegelt. Vielleicht will ich ja auch andere Produkte haben, als die, die ich im kleinen Laden um die Ecke bekommen kann?

Homepage von getnow

Nach Testen von getnow war dann Bringmeister dran, der Lieferdienst von Edeka. Hier gibt es einige Vorteile: Produkte, die nicht da sind, sind auch als solches sofort beim Einkauf als momentan nicht lieferbar gekennzeichnet. Die Lieferzeiten sind noch ausgedehnter, teilweise bis Mitternacht und eine übersichtliche Liste informiert über die neuen Produkte, die in das Sortiment aufgenommen worden sind. Außerdem scheint hier die Auswahl an Produkten wesentlich größer zu sein.

Homepage von Bringmeister

Was beide Lieferdienste gemeinsam haben sind freundliche Lieferanten, öfters mal ein Gratis-Artikel zum Probieren dabei und recht geringe Lieferkosten bei normalen Preisen für das Gelieferte. Es lohnt sich also, das einmal auszuprobieren.

Übrigens gibt es auch in den Nachbarländern viele Shops, die online recht günstig Waren nach Deutschland liefern. Für alle die, die momentan nicht verreisen, aber gerne mal wieder die leckere Marmelade aus Großbritannien haben wollen, oder das Käsegebäck aus den Niederlanden, ist das eine gute Wahl.

Bayern in Berlin

Man mag seine Nase rümpfen – das Hofbräuhaus im Berliner Osten, Nähe Alexanderplatz in einer (Hochhaus)gegend, die so bayrisch ist, wie die Ostseeküste – das passt doch nicht?Fest steht – auch am ersten Wochenende mit sommerlichen Wetter – der Laden läuft. Platz für 2000 Personen auf 2 Ebenen und ein riesiger Biergarten davor werden fast immer gut gefüllt, wozu auch die vielen Touristen beitragen. Wahrscheinlich ist es vor allem weit angereisten Gästen aus Asien oder Australien auch egal, dass Bayern noch ein paar Kilometer von Bayern entfernt ist.Wenn man mal die Architektur des Gebäudes ignoriert sieht es drinnen recht authentisch aus. Livemusik und das typische Bier und Essen tragen auch dazu bei, dass der Aufenthalt dann doch ganz nett ist.

Berlinale-Streetfood

Der Potsdamer Platz als Epizentrum der Berlinale bietet neben mehreren Kettenrestaurants und Hochpreisigem nicht viel Möglichkeiten, sich zwischen den Filmen zu stärken. Abhilfe schafft der kleine Streetfoodmarkt direkt an den Potsdamer Platz Arkaden. Streetfood wird immer beliebter und bietet oft frisch gekochtes Essen in oft neuen Kreationen, das es so nicht in Restaurants gibt.

Sehr zu empfehlen hier im Markt: „Fräulein Kimchi“ – vegetarische, koreanische Reisschüsseln mit Sojafleisch oder Tofuröllchen – und natürlich Kimchi.

Burritos Berlin style

Als wir nach Berlin zogen, war ich lange Zeit Fan von Dolores – Californian Style Burritos. Mit der Zeit entdeckten den Laden aber auch viele Berliner*innen, in Berlin lebende Amerikaner*innen und vor allem Touristen. Meine Vermutung ist, dass der Laden in den Reiseführern auftauchte. Das Ergebnis war in der Filiale beim Alex ein immer übervoller, lauter Store, bei dem die Kund*innen eigentlich hinter sich aufräumen sollten, oft aber einen versifften Tisch zurückließen.

Seit einiger Zeit sind wir nun anstatt dessen öfters bei der Berlin Burrito Company in Prenzlauer Berg zu Gast: auch sehr lecker, ruhiger, bequemer und sauberer. Zudem gibt es Seltenes auszuprobieren -Burrito Berliner Art mit Pommes statt Reis im Burrito, frittierter Snickers oder neben den leckeren hausgemachten Limonaden auch importierte aus Mexiko.

Sehr zu empfehlen.